Freitag, 30. März 2007

White Cliffs

ist eine Opalschürfersiedlung 91 km abseits des Barrier Highways, mit ca. 170 Einwohnern und momentan 9 Schulkindern, d.h. knapp über der Mindestanzahl damit die Schule nicht zugesperrt wird.

Erstmals war heute Sabine am Steuer des Autos. Bis auf gelegentliches Verwechseln von Bremse und Gaspedal (ja so ein Automatik-Auto und dazu noch Linksverkehr sind ganz schön verwirrend am Anfang) ging es eh ganz gut.

Im Sommer kann es hier 40 – 50°C heiß werden und darum haben sich viele Einwohner unterirdische Wohnungen (Dug-Outs) gegraben bzw. gesprengt.

Wir campen heute mal ausnahmsweise nicht, sondern bleiben einen Tag in PJ’s Underground Bed & Breakfast. Peter & Joanne haben die ehemalige Opalmine in eine erstaunlich helle und super gemütliche Pension verwandelt. Mit Hund, die Kinder haben heute schon ausgiebig mit ihm sowie mit der siebenjährigen Tochter des Hauses Ball gespielt.

In den Dug-Outs hat es beständige 21 Grad. Sehr angenehm, für uns ist es wärmer als draußen. Aber vor ein paar Tagen hatte es hier noch über 40 Grad, da ist es drinnen dann schön kühl. In den hübsch weiß ausgemalten und mit Bodenfliesen verlegten Gängen der alten Opalmine verlaufen wir uns dauernd auf dem Weg zum Klo… Die Kinder findens super und sausen dauernd herum. Wir schlafen rund 9 Meter unter der Erdoberfläche, und man hat hier unten keinen Zeitbegriff mehr. Irgendwie seltsam, aber trotzdem sehr gemütlich. Und die Internetverbindung ist per Satellit schneller als in Sydney! Der Briefträger kommt allerdings nur zwei Mal in der Woche im Ort vorbei. Er fährt dann pro Tag eine Strecke von 500 km zu allen entlegenen Siedlungen.

Diashow 1

Die Gegend hier sieht aus wie eine Mondlandschaft. Überall weiße Hügel, die anzeigen, dass hier ein Schacht gegraben wurde. Manche Schächte sind zugeschüttet, andere gehen weit in die Tiefe. Opale sind Edelsteine, die aus uralten Meeresfossilien entstanden sind. Ja wirklich, hier in der Wüstengegend war mal Meer! Und bei Nacht leuchten Mond und viele viele Sterne über endlose Weiten.

Am Abend hat uns Peter noch den im Urzustand verbliebenen Teil seiner Opalmine gezeigt. Hier hat er selbst bis vor zehn Jahren noch per Spaß ein bisschen mit der Spitzhacke geschürft, ansonsten ist die Mine schon 90 Jahre alt. Der Boden ist so stabil, dass die Schächte nicht gestützt werden müssen. Für die Kinder war die kurze Minenwanderung einerseits ein aufregendes Abenteuer, andererseits war ihnen aber dann doch ein wenig mulmig…

Diashow 2




So, und jetzt noch ein kleines Rätsel (übrigens Gratulation an Andrea für die annähernde Lösung des ersten. Die ausgestopfte Beutelratte haben wir noch nicht aufgetrieben…): Was ist das:

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Die Anlage steht am Rande von White Cliffs und war ursprünglich ein Experiment einer Universität glaub von Adelaide. Wegen Erfolgs wurde daraus eine ständige Einrichtung für die Bewohner.

Naeher dem Outback

27.3. Australische Fauna

Damit das mal klar ist: ab sofort greif ich nirgends mehr hin, ohne vorher genau hinzuschauen. Heute habe ich unsere Medikamentenbox geöffnet, und was hockte da: eine riesige Huntsman-Spider. Reaktion: einmal tief Luft holen, das Adrenalin runterwürgen und schnell den Fotoapparat holen. Und dann Harald rufen, damit er das Tier aus dem Auto entfernt. Haralds Reaktion: Na die ist ja eh noch ein Baby! Liliths Reaktion: Darf ich die angreifen? (Das hat sie nicht von mir!) Fionas Reaktion: weinen, weil sie auf eines ihrer Souvenier-Stöckerl aus dem Wald gekrochen ist. (Von wem sie das wohl hat?)

Dann sind wir aus dem kalten, aber sehr hübschen Armidale aufgebrochen. Nicht ohne vorher im Krankenhaus vorbeizuschauen, denn Liliths entzündete Hautstellen und auch Haralds Wunde an der Wange wurden nicht besser. Lilith hat jetzt Antibiotika bekommen und nimmt sie nach ersten Kämpfen recht brav. Es wird schon viel besser, und sie tobt wieder rum. Bei Harald ist schon wieder fast alles abgeheilt.

Wegen der Hauterscheinungen (der Arzt meinte chicken pox, also Windpocken, Harald meint entzündete Mückenstiche) sind wir nicht in die Thermen nach Moree gefahren, sondern weiter Richtung Westen. Die Landschaft ist hier wirklich sehr beeindruckend. Weite Täler, bizarre lichte Eukalyptuswälder, und Hügel, die Fiona in der Abenddämmerung zur Frage veranlassten, ob es in Australien denn Pyramiden gäbe? Nein, aber sie haben wirklich so ausgesehen.

Wir sind jetzt in der Rinder- und Schafzuchtgegend. Am Abend stellte sich raus, dass beide Autoscheinwerfer beim Abblendlicht den Geist aufgaben. Das Fernlicht ging noch. Aber wir wollten nicht mehr weiterfahren, und so haben wir erstmals wild gecampt. Im Wald am Rande eines Zufahrtsweges zu einer Farm. Irgendwann gegen Früh fuhr dann der Bauer vorbei, der sich sicher auch lieber noch ein wenig hingelegt hätte als viele Kilometer in die Arbeit zu fahren.


28.3. Yowie wer?

Im nächsten Ort namens Coonabarabran haben wir das Auto reparieren lassen. Beide Scheinwerfer mussten gewechselt werden. War wie bei uns, der Elektriker meinte, ob wir eh keine Rechnung brauchen. Und außerdem war er sehr erstaunt, dass wir mitten in diesem Wald übernachtet haben. Denn nicht einmal ein hartgesottener australischer Trucker würde dort nächtigen, sogar mit einem kaputten Reifen würde er noch weiterfahren. Dort haust nämlich der YOWIE, ein schwarzes haariges Untier. Und der hat es in sich. Er macht in der Nacht Ladeklappen auf und so weiter. Aber wir haben ihn nicht gesehen. Er hat nicht mal unser Brot gefressen, das wir für die Känguruhs ausgelegt haben. Wahrscheinlich frisst er nur abergläubische Aussies...

Nach einer Fahrt durch die Windmühlengegend bei Gilandra sind wir nun in Warren gelandet, in ultraflacher Baumwollgegend. Es ist schön warm. Im Ort gibt es noch eine händische Telefonvermittlung zu sehen, die sage und schreibe bis 1984 !!! in Betrieb war. Momentan sind die Entfernungen zwischen den Orten ca. 80 km, und die Dörfer haben ungefähr 2000 Einwohner. Also noch relativ dicht besiedelt ;-))

Auf unserem Campingplatz setzt grade die Dämmerung ein, und offenbar übernachten hunderte kleine bunte Papageien hier. Das Kreischkonzert hört hoffentlich auf, wenn es dunkel ist!



29.3. Strange Wilcannia

Um 4 Uhr in der Früh sind wir von einem Kreischkonzert von hunderten Papageien aufgeweckt worden welches ca. 2 Stunden anhielt

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Dann sind wir einer neuen Regenfront davongefahren. Am Straßenrand sahen wir: viele Ziegen, eine Handvoll Emus, zwei große schwarze Geier und zwei Känguruhs. Die Gegend wird immer noch flacher, die Straße scheint wie mit dem Kompass gezogen. Man sieht kilometerweit nur ein schwarzes Asphaltband, das in der Ferne etwas spiegelt, gesäumt von roter Erde und ein bisschen Bäumen und Gesträuch. Darüber blauer Himmel und ein paar Weiße Wattewölkchen.

In Cobar, einer Stadt der Kupferminen mit riesiger Abraumhalde gleich am Ortsanfang, kamen wir am Abend in Wilcannia an. Als hier vor Jahrzehnten noch die Raddampfer am Fluß ankamen, war hier noch was los. Jetzt ist es eine halbe Geisterstadt, die Läden sind verrammelt. Der Campingplatz ist nicht bewirtschaftet, aber man kann hier (gratis) zelten, ein Feuerchen machen und Strom für Kühlschrank und Mikrowelle gibts auch. Tut unser Nachbar aus Perth auch, wir kochen mit Gas. Die Kloanlagen sind versperrt. Naja, für eine Nacht passt es. Die wenigen verbliebenen Einwohner holen raus, was geht: Die Tankstelle ist unverschämt teuer, der Liter Benzin kostet gleich um 30 Cent mehr als im Nachbarort 245 km von hier.


Diashow

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

lg. harald, sabine, fio & lil

Montag, 26. März 2007

Bilanz nach zwei Wochen Australien

Was wir alles nicht bedacht haben:
  • Gesundheitszustand: Wir sind in den Tropen, das bedeutet, dass sich Wunden und Mückenstiche recht schnell entzünden können. Lilith hat ziemlichen Ausschlag unter einem Arm sowie eine Wunde am Unterschenkel, die sich von einem kleinen Schnitt ausgebreitet hat, Harald hat einen nässenden Ausschlag an der Wange nach einem Schnitt beim Rasieren. Wir müssen jetzt fleißig Teebaumöl und Zinksalbe auftragen sowie Flüssigpflaster verwenden, damit kein Dreck reinkommt. Was haben wir daraus gelernt: Jede noch so kleine Hautverletzung müssen wir in Zukunft ernst nehmen und gleich behandeln.
  • Sonnenschutz: Die australische Sonne ist sehr stark. Wir haben auch immer brav Sonnencreme verwendet, die aber bei Wunden einen negativen Effekt haben kann. Ansonsten müssen wir noch mehr darauf achten, bei Hitze genug zu trinken. Vor allem Fiona und Sabine sind anfällig für hitzebedingtes Kopfweh.
  • Reiseplanung: wir sind immer drauflos gefahren, ohne uns um den Wetterbericht zu kümmern, Entfernungen richtig abzuschätzen bzw. zu erfragen, wie schnell man auf einer Strecke mit unserem Auto unterwegs sein kann. Die Entfernungen sind einfach riesig hier und manchmal kommt man selbst auf asphaltierten Straßen nur mit 50 km/h vorwärts. Die Kinder schaffen es aber nicht, stundenlang
    im Auto zu sitzen. Wir machen viele Pausen und sind verblüfft, dass wir auf diese Weise über viele schöne Plätze per Zufall drüberstolpern. Also ein Mal rund um Australien geht sich für uns in 5 Monaten sicher nicht aus.
  • Rückflug Sydney: Das war wohl der größte Planungsfehler. In Sydney hat es im August keine 10 Grad, das ist uns definitiv zu kalt. Wir werden daher wohl den Flug umbuchen...
  • Fiona will nach Wien, weil sie ihre Puppe dort gelassen hat. Aber es gefällt ihr in Australien. Das Schönste für Fiona bisher waren die Delfine bei der Schifffahrt in Port Stephens, und dass sie ein Känguruh entdeckt hat.
  • Lilith mag einen Schwimmkurs machen und es gefällt ihr in Australien. Sie will gerne gesund bleiben. Lilith haben bisher am besten die Känguruhs gefallen, vor allem das Streicheln und Füttern.

Ab in die Berge

23.3.

Strand ohne Ende

Heute waren wir beim Ayers Rock Mittag essen. Siehe Diashow...

Am Nachmittag kamen wir dann beim Campingplatz in Manning Point an. Der Platz war nicht so berühmt, aber als wir gleich hinter dem Zelt auf sandigen Pfaden durch einen kleinen Busch-Streifen marschierten, kamen wir zum beeindruckendsten Strand, den ich jemals gesehen habe. Hinter uns Busch, links und rechts Sand, so weit man sehen konnte, vor uns große 2-Meter-Wellen und über uns
blauer Himmel mit weißen Wölkchen.


24.3.

Erster Off-Road-Einsatzfür Auto und Harald.

Zweieinhalb Stunden für 40 Kilometer, hügelauf und hügelab auf wilder Schotter- und Felspiste über einige Lookouts bis zum Waitui-Wasserfall, wo wir dann ein erfrischendes Bad nahmen. Blutegel hatten nur die anderen.
Die Strecke ist bei Schlechtwetter nur mit Vierradantrieb befahrbar, und wir waren nicht sicher, ob der Sprit zurück reicht. Die geplante Strecke zurück war nämlich wegen Bauarbeiten gesperrt. Das nächste Mal nehm ich einen vollen Reserve-Benzinkanister mit. Der mit dem Blutegel zeigte uns aber eine spritsparende Abkürzung. Am Campingplatz in North Haven setzte dann ein ordentlicher nicht mehr enden wollender Regen ein.

25.3.

Flucht vor dem Regen

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Wir dachten, wenn wir über das küstennahe Gebirge fahren, dass wir dahinter wieder Sonne sehen. Aber auch die Great Dividing Range wurde ordentlich gegossen. Und außerdem sind wir sehr langsam auf den Tausenden Kurven vorangekommen. Dafür haben wir den supertollen Apsley-Wasserfall entdeckt (siehe Diashow).



Am Abend kamen wir in Armindale an, eine hübsche kleine Stadt auf 1.000 m Seehöhe. Jetzt ist es nicht nur nass, sondern auch kalt. (ca 10°C in der Nacht)

26.3.

Bergluft

Das erste, was wir in der Früh taten, war, 2 weitere Schlafsäcke zu kaufen und wir haben ernsthaft überlegt, einen 2000 Watt Heizstrahler zu besorgen. Wir haben ihn aber dann doch wieder aus dem Einkaufswagerl genommen.

Diashow

Lg, Harald, Sabine, FIona & Lilith

Donnerstag, 22. März 2007

Koala streicheln





Unsere Schweizer Nachbarn haben uns einen tollen Ausflug empfohlen: Heute waren wir auf der Oakvale Animal Farm ein paar Kilometer von unserem Campingplatz entfernt. Hier kann man echte Koalabären streicheln, und das ist doch etwas ganz anderes, als wenn sie in 15 Meter Höhe über unserem Zelt dahindösen. Außerdem durften die Kinder (und wir natürlich auch) kleine Ziegen und Schweine mit Flascherl füttern, Känguruhs füttern, bei denen das Junge mit einem Bein aus dem Bauch raushängt, einen Casuary bestaunen, etc. Skurril waren die bunten, fluffigen Hühner, die offenbar irgendwas mit Lebensmittelfarbe gefressen haben oder darin gebadet haben. Es zeigte sich das unterschiedliche Temperament unserer Kinder: Fiona, die heute bereits wieder völlig wiederhergestellt war, begeisterte sich zwar für die Tiere, traute ihnen aber dann doch nicht so recht über den Weg. Wenn die Ziegen zu aggressiv nach mehr Futter verlangten, lief sie eher weg. Wohingegen Lilith resolut die Geiß um die Mitte packte, schimpfte und die Herrin des Futtersackerls war. Es ist übrigens unglaublich, wie weich so ein Fell von Koalas und Känguruhs ist! Lilith würde sowieso alles, was irgendwie befellt ist, mit nach Hause nehmen!

Diashow

Morgen gehts wieder weiter, ca. 2-300 km gegen Norden. Wir wollen es noch heißer haben! Mal sehen, wie weit wir kommen. Die Schweizer haben dieselbe Idee, vielleicht treffen wir uns bald wieder.

lg
Sabine

Mittwoch, 21. März 2007

Lemon Tree Passage

Sabine verscheucht die Pelikane...

Da heute ein Fotograf da war, um den Campingplatz im Internet im besten Licht zu präsentieren, und auch wir fotografiert wurden, durften wir gratis die Kajaks und die Kanus nützen. Harald kann das ja sehr gut und kurvte mit den Kindern gleich mitten zwischen die Mangroven (Bäume, die halb im Salzwasser stehen). Er sah gleich einen Stachelrochen. Ich dagegen habe aufgegeben, als ich zum dritten Mal die selben zwei Bäume touchiert habe. Naja, ist eben irgendwie wie einparken.

Zu Mittag sind wir dann zu einem ganz besonderen Ausflug aufgebrochen: Im Küstenort Nelson Bay bestiegen wir ein großes Ausflugsschiff, das uns zu vielen springenden Delfinen brachte.

Delfine neben unserem Ausflugsschiff

Für die Kinder bestand die Hauptattraktion allerdings in einem großen festen Netz, das am Schiffsheck angebracht war und für alle Passagiere unter 1,50 m per wilder Rutsche zu erreichen war. Wir Großen mussten fad über eine Treppe steigen. Aber dann gings los: So bald das Schiff Fahrt aufnahm, sprudelte es wie wild im Meerwasserbecken. Während wir im Wasser planschten, schwammen ein paar Meter neben uns fröhlich die Delfine.

Diashow

Am Abend spielten die Kinder noch mit ihren Schweizer Freunden Marlen und Florin. Bei Fiona zeigte sich allerdings recht bald, dass es für sie ein wenig zu heiß gewesen war. Wahrscheinlich hat sie zu wenig getrunken und in der Nacht dann gefiebert. Werden wir in Zukunft halt noch besser darauf achten, dass die Kinder regelmäßig Wasser tanken.

lg
Sabine

Dienstag, 20. März 2007

Erratum

Was Sabine während der Autofahrt sah waren keine Koalabären, sondern Bienenstöcke (...vermute ich halt mal)

Bienenstock

Und so sehen richtige Koalabären aus:
Dieser hier döst nur 30 Meter von unserem Zelt entfernt in einem Eukalyptusbaum.

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

lg, Harald

Andersartiges - Eigenartiges

Hier mal eine kleine Sammlung von Australischen Auffälligkeiten:

Diese Liste wird im Laufe der Reise erweitert und ist über einen Link in der Linkliste direkt erreichbar.
  • Taxis: Die Taxis sind alle mit Kameras im Innenraum und Aussen neben der Fahrertür ausgestattet und von jedem Fahrgast und auch von jeder Person die sich dem Fahrer von außen nähert werden Fotos gemacht und via Funk in die Zentrale geschickt und gspeichert.
  • Internet: Breitband ist bei weitem nicht so verbreitet wie bei uns. In Sydney war es eher wie ein gutes altes Telefonmodem. Erst jetzt nach einer Woche zum ersten mal Breitband auf einem Campingplatz
  • Fahrtgeschwindigkeiten: Viel gemütlicher und relaxter als in Europa. Maximal 110 km/h auf den Freeways. Viele Autos mit Automatikgangschaltung und die fahren meist viel langsamer bei Kreuzungen los. Keine Drängeln. Keine Raser (...bisher). Alle bleiben hinter einem selbst wenn man 20 km/h langsamer fährt als Höchstgeschwindigkeit
  • Supermarkt: Die Kassen sind auf der rechten Seite. Und das Gekaufte wird von den KassiererInnen in (gratis) Sackerl eingepackt
  • Qualitätszeitung???? Die Zeitungen hier sind zwar ungefähr ein halbes Kilo schwer und so dick wie Krone, Standard, Presse und Kurier gleichzeitig, aber der Inhalt gibt so viel wie nix her. Keinerlei internationale Nachrichten, eigentlich nur ein sehr aufgeblähter Lokalteil nebst viel Werbung und Kleinanzeigen. In ein paar Tagen ist in New South Wales eine Wahl, aber nicht einmal das ist ein großes Thema. Na vielleicht finden wir noch ein ansprechenderes Blatt...
  • (Oliven-)Öl in der Spraydose: Das ist nachahmenswert und sollte man unbedingt in Europa einführen - oder vielleicht gibt es das schon? Hier kann man Speiseöl in Spraydosen kaufen. Wir haben es das erste Mal in der Hotelküche in Sydney gesehen und es zunächst sehr seltsam gefunden. Dann haben wir es selbst gekauft, und es ist superpraktisch: Das Öl - in unserem Fall bestes Olivenöl - wird ganz fein zerstäubt auf die Tomaten, den Salat oder auch in die Pfanne gesprüht und man kommt mit sehr wenig davon sehr lange aus. Ist gesund und praktisch.

Pelikanfütterung

Gestern sind wir weiter Richtung Norden aufgebrochen. In The Entrance haben wir zugesehen, wie als Touristenattraktion eine Schar wilder Pelikane mit Fisch gefüttert wurden.



Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Zwischendurch waren wir noch im Meer. Die gesamte Strecke von Syndey bis nach Brisbane reiht sich ein langer Sandstrand an den anderen. Kaum Leute, riesige Wellen, viel Sonne. Ich habe schon einen sonnenbrand am Rücken. Geh ich halt jetzt mit T-Shirt ins Wasser, wie viele Aussies. Die haben eigene Schwimmanzüge, die den gesamten oberkörper, die Arme und die Oberschenkel bedecken. Schaut etwas seltsam aus, ist aber vielleicht gar nicht so blöd.

Unser neuer Campingplatz liegt in der Nähe von Nelsons Bay. Der Ort heißt Lemon Tree Passage (S 32°44'22.6", E 152°01'09.5"), und es ist eines der wenigen Gebiete, wo es noch eine nennenswerte Population von Koalas gibt. (Landkarte) Sie sitzen ganz ruhig in den Eukalyptusbäumen. Ich habe nur im Vorbeifahren zwei gesehen (glaub ich zumindest, war weit weg), aber heute gehen wir auf Koala-Suchtour. Gleich beim Campingplatz gibt es auch welche. Und Warane, das sind Riesenechsen so groß wie kleine Hunde. Leider oder zum Glück hab ich noch keine gesehen, sind aber eh harmlos. Dafür sind wir heute beim Frühstück am Meeresstrand gesessen, und Pelikane sind an uns vorbeigeschwommen. Allerlei andere Vögel, die sehr exotisch aussehen, haben sich das eine oder andere Cornflake schmecken lassen.

Pläne für morgen haben wir auch schon: eine Bootsfahrt von Nelson Bay weg: Delfine schauen.

Sonntag, 18. März 2007

Lilith schwimmt

Lilith hat heute schwimmen gelernt und nicht nur das: "tauchen ist auch swimmen".
...wie sie sagt.
Sie schwimmt (haxelt) einen halben Meter, hält sich dann die Nase zu und taucht unter, um 2 Sekunden später um Luft ringend aufzutauchen, schwimmt wieder, taucht wieder usw... Und das alles mit einem sehr stolzen, sehr seligen Grinsen. Papa ist auch ganz stolz...

Fiona hat für Schwimmhilfen wie Flügerl sowieso nur noch Verachtung übrig - außer wenn sie in die hohen Wellen hüpft.

Samstag, 17. März 2007

Umina Beach (S 33°31'58.9", E 151°18'34.7")

Recht weit von Syndey weg sind wir nicht gekommen, aber es ist toll: Wir sind auf einem top ausgestatteten Campingplatz am Umina Beach nördlich von Broken Bay. Es gibt einen sehr schönen Sandstrand mit Riesenwellen, aber auch ein Kinderfreibad mit Rutsche, einen Spielplatz mit riesigen aufgeblasenen Trampolinen und ein wechselndes Kinderprogramm, an dem Fiona gerne teilnimmt (heute war sie Traktorfahren). Typisch australisch gibts auch einen BBQ-Platz, wo man einfach eine Münze reinwirft und schon geht die Grillerei los. zwei Mal täglich fährt ein Kühlwagen mit frischem Seafood durch die Anlage, da werden wir uns demnächst ein paar Fischfilets oder frische Kingprawns (Garnelen) auf den Grill werfen.

Gestern auf der Fahrt hierher haben wir an einer Fisherman´s Wharf angehalten. Das ist eine kleine Bucht, wo die Fischer anlegen und wo frischer Fisch verkauft wird. Plötzlich hat Fiona gerufen: "Mama, da sind Vögel auf dem Dach." Jetzt ist das zunächst ja nix Besonderes, aber als sie sagte: "Gaaaanz grooooße Vögel", da hab ich doch nachgesehen, und siehe da, es waren Pelikane!

woy woy

Auf unserem Campingplatz gibt es auch sehr viele wilde Vögel, die in der Morgendämmerung zu zwitschern und krächzen anfangen. Ein Papagei, der aber leider in einer Voliere gefangen ist, kann "Hallo" sagen.

So, hier bleiben wir jetzt erst mal ein, zwei oder drei Tage, ausrasten und Energie tanken. Der Jetlag dürfte auch Geschichte sein, die Kinder sind in Sydney zwar noch um 2 Uhr in der Früh aufgestanden, aber letzte Nacht haben sie erstmals wieder durchgeschlafen.

Landkarte

Diashow

Donnerstag, 15. März 2007

Jugendsünden

Geschwindigkeitsübertretungen in Australien sind keine gute Idee. Nicht nur, dass die Behörden hier schon bei ein paar km/h zu viel bis zu 200 Dollar (ca. 120 Euro!!) kassieren. Die Bürokratie ist so ausgereift, dass Harald jetzt seine seit 13 Jahren unbezahlten Strafmandate von seiner damaligen Australienreise einholen.

Bei den Registrierungsformalitäten für unser frisch gekauftes Auto (Toyota Hiace Campervan, Baujahr 1990, 300.000 km, aber neuer Motor mit nur 20.000 km, 9000 Dollar/ca. 5.800 Euro) wurde Harald plötzlich gefragt, ob er der Harald B. ist, der vor Jahren mal an der Adresse xxx in New South Wales gemeldet war. Es seien nämlich noch ein paar Strafzettel offen. Und das, obwohl vor 13 Jahren noch nix computerisiert war!

Naja, die Registrierung haben wir trotzdem bekommen, man dürfte die Sache doch nicht ganz so ernst nehmen. Wir werden uns dem anschließen und erst mal nicht nach den Details fragen, wo man denn einzahlen kann und um welche Summe es sich überhaupt handelt.

Morgen brechen wir auf, wahrscheinlich nach Norden. Die Kinder wollen unbedingt an den Strand, und da haben sie dann reichlich davon.

Mittwoch, 14. März 2007

Wir sind mobil - Liliths Magen auch

Das gestrige Tagesprogramm war sehr ambitioniert: erst baden am wunderschönen Strand von Manly, dann mit dem Taxi nach Northern Narrabeen (Vorort von Sydney), um ein vielversprechendes Auto anzusehen.
Und wir haben die Tagesordnung erfüllt, wenn auch mit unvorhergesehenen Komplikationen.
Zunächst war aber alles wunderbar: An Sydneys Strände sind die Wellen sind supertoll, und die Kinder waren selig beim Sandspielen und Möwen füttern.

Nach einem Schokoladeneis für die Kleinen stiegen wir in ein Taxi nach Narrabeen. Leider war Liliths Magen nicht kompatibel mit der rasanten Fahrweise des Lenkers, und so feierten wir Wiedersehen mit dem Schokoladeneis.

Na gut, dann also in den nächsten Shop, zum Saubermachen. Der Shop-Inhaber brachte uns dann noch zu einem Gebrauchtwagenhändler, der uns aber viel zu teuer war. Dann gings mit dem Bus weiter nach North Narrabeen, wo wir uns einen Toyota Campervan ansehen wollten. Der Busfahrer musste leider etwas warten, denn kaum war Lilith eingestiegen, musste sie schnellstens wieder raus - es war wohl noch Schokoladeneis im Magen.

Dann hat sie geschlafen, und wir haben uns gezwungenermaßen in einem Einkaufszentrum alle erst einmal frisch eingekleidet und zwei große Sackerl mit verzierter Wäsche geruchsdicht zugeknotet. Keine der Verkäuferinnen hat die Nase gerümpft - im Gegenteil, sie waren alle sehr hilfsbereit. Das Auto haben wir uns am Abend auch noch angesehen, eine Probefahrt gemacht und bei den sehr netten Besitzern zu Hause die Verhandlungen geführt. Lilith war kurz wach, bester Laune und schaukelte fröhlich in Jane´s und John´s Hangematte. Am Heimweg ist sie dann wieder eingeschlafen, gegen drei Uhr in der Früh stand sie dann aber putzmunter auf und ging nachsehen, was es zum Frühstück gibt. Hoffentlich ist der Jetlag bald vorbei!


Hier klicken: Sydney slideshow

Dienstag, 13. März 2007

Angekommen!

Wir sind sehr stolz auf unsere Kinder, sie haben den Langstreckenflug (insgesamt 25 Stunden) super gemeistert. Wir haben eine sehr nette Familie getroffen, die ihre Sitzplätze direkt hinter uns hatte. Beim Spielen mit Emil (6) und Clara (2) hatten alle viel Spaß.

Am Flughafen von Sydney muss man alles Eßbare vor der Passkontrolle entsorgen, weil die Einfuhr vorsichtshalber verboten ist. Wir müssen ziemlich verdächtig gerochen haben, denn kaum hatten wir unsere Koffer vom Förderband gehoben, sauste schon ein Spürhund auf uns zu, eine Sicherheitsbeamtin im Schlepptau. Der Hund begann wie wild an meinem Rucksack zu schnüffeln. Zum Glück haben wir die inkriminierten Objekte bereits im Flugzeug entsorgt, nämlich im Magen der Kinder: der Hund hatte die Äpfel und Bananen gewittert, die vor Stunden noch da drin gewesen waren. Nach Aufklärung der Sachlage durften die Kinder dann sogar den Hund streicheln.

In Sydney im Hotelzimmer haben Fiona und Lilith versichert, dass sie so was von überhaupt nicht müde sind! Kaum hatten wir sie allerdings in der Horizontalen, sind sie innerhalb von Minuten eingeschlafen. Wir auch ...

Im Moment sind wir alle noch ein wenig durcheinander vom Jetlag. Aber den ersten kurzen Stadtspaziergang zum Hafen und zum Botanischen Garten haben wir schon hinter uns. Und dort haben uns Unmengen Flughunde begrüßt, die mit Einsetzen der Dämmerung zur Jagd aufgebrochen sind. Fiona entdeckte den ersten Kakadu, der einfach wie bei uns die Tauben auf einer Straßenlaterne vor sich hingegackert hat. Und Kookaburras gibts massenhaft, Lilith glaubt im ersten Moment immer, sie hört ein Baby kichern...

Kakadu

Harald hat schon eine australische SIM-Karte für unser Handy gekauft. Das brauchen wir, um Besichtigungstermine für Autos auszumachen. Morgen abend haben wir schon den ersten Termin: Wir sehen uns einen sehr vielversprechenden Toyota Campingbus an.

Jetlag

Gut angekommen, aber viel zu müde um was zu schreiben......

Lg,Harald

Sonntag, 11. März 2007

Und morgen fängt der Sommer an

harald, fiona, sabine und lilith

harald, fiona, sabine und lilith

See You Later Alligator.

Samstag, 10. März 2007

Harald forscht:

Bloggen macht immer mehr Spaß, weil ich jeden Tag wieder was Neues entdecke, was ich alles auf der Seite noch einbauen kann.

Hier könnt ihr mal in australische Musik reinhören:

Yothu Yindi







INXS



Midnight Oil



Nick Cave & Kylie Minogue



Kylie Minogue

Aktuelle Beiträge

Neues aus Wien
Bastelarbeiten: Sabine bastelt an ihrer eigenen Textagentur:...
ozi-explorer - 26. Jan, 19:26
Floodway
Dieses Verkehrsschild war dasjenige, das wir in Australien...
ozi-explorer - 12. Aug, 16:16
Wieder in Wien
Als wir nach vielen Stunden Flug vom Jetlag gezeichnet...
ozi-explorer - 7. Aug, 19:46
Pritscheln in Singapur
Zum ersten Mal seit langem haben wir den Wecker gestellt:...
ozi-explorer - 7. Aug, 19:41
Mindil-Markt bei Sonnenuntergang
Wir haben Anja und Alex Auto, Zelt und Zubehör übergeben...
ozi-explorer - 7. Aug, 19:16
hi flo, vera, janika...
wir freuen uns auch schon auf euch, wenn wir auch zugeben...
ozi-explorer - 1. Aug, 13:35
ich hab ja schon voll...
ich hab ja schon voll lang nicht mehr reingesehen und...
flo (Gast) - 1. Aug, 13:09
Bierdosen zum Bootfahren
Falls sich wer gefragt hat, warum so lange Sendepause...
ozi-explorer - 30. Jul, 14:59
it's school time again...
for Fiona & Lilith
ozi-explorer - 28. Jul, 03:06

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche (innerhalb dieses Blogs)

 

Status

Online seit 7055 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 12. Okt, 11:43

Versäumte Gelegenheiten

Ein Mensch, der von der Welt bekäme, was er ersehnt - wenn er's nur nähme,

Bedenkt die Kosten und sagt nein. Frau Welt packt also wieder ein.

Der Mensch - nie kriegt er's mehr so billig! - nachträglich wär er zahlungswillig.

Frau Welt, noch immer bei Humor, legt ihm sogleich was andres vor:

Der Preis ist freilich arg gestiegen; der Mensch besinnt sich und läßt's liegen.

Das alte Spiel von Wahl und Qual spielt er ein drittes, viertes Mal.

Dann endlich ist er alt und weise und böte gerne höchste Preise.

Jedoch, sein Anspruch ist vertan, Frau Welt, sie bietet nichts mehr an.

Und wenn, dann lauter dumme Sachen, die nur der Jugend Freude machen,

wie Liebe und dergleichen Plunder, statt Seelenfrieden mit Burgunder . . .

(Eugen Roth)

Point of Balance



If you know how to find the point of balance in the body, you can easily settle the details.

If you can settle the details, you can stop rushing around.

If you can stop rushing around, your mind becomes calm.

If your mind becomes calm, you can think in front of a tiger.

If you can think in front of a tiger, you will surely succeed

RSS feeds & Skype


xml version of this page

Skype Me™!

Impressum

Harald Bachner,
Sabine Starzer,
Fiona Lysann Starzer,
Lilith Anais Starzer

Im Werd 6/27,
A-1020 Wien

www.textagentur-starzer.at

weitere Links

Österreichischer Firmenindex
Textagentur, Text-Agentur, Textatelier, Textbüro, Texterei, Text, Texte, texten, Texter, Texterin, Schreibarbeiten, Schreibbüro, Schreibwerkstatt, Redaktionsbüro, Kommunikation, PR, PR-Agentur, Public Relation, Medienarbeit
Textatelier, Textbüro, Texterei, Textagentur Starzer


Texterei Textagentur Starzer Wien

Sabine Starzer Wien

Profil
Abmelden
Weblog abonnieren